Karate - Philosophie

Vom Kampf und Charakter

Über Karate:

„Das höchste Ziel im Karate-Do ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Perfektion des menschlichen Charakters“

Gichin Funakoshi

Karate-Do Philosophie

 

Do bedeutet übersetzt „Weg“, damit ist im übertragenen Sinne „Lebensweg“ oder „Lebenseinstellung“ gemeint. Das bedeutet, dass es im Karate-Do nicht hauptsächlich um das korrekte Ausführen von Techniken geht, sondern um den Weg zu dieser Fähigkeit, auf welchem an der Persönlichkeitsentwicklung und am Charakter gearbeitet wird.

Die Vervollkommnung wird jedoch nie erreicht. Auf „dem Weg“ muss sich der Karateka ständig neuen Aufgaben stellen, diese meistern und so an ihnen wachsen.

Am Anfang, wenn der Karateka sich in der Kyu-Stufe befindet, hat er beispielsweise mit Zweifeln oder Unlust zu kämpfen. Vielleicht kommt auch irgendwann eine Zeit, in der er glaubt keine Fortschritte zu machen oder dass er seine Fähigkeiten mit anderen vergleichen muss. Er arbeitet ständig an sich selbst und an seinen Techniken, damit diese ein Teil von ihm werden und er sie in den entsprechenden Situationen erfolgreich anwenden kann. Dafür darf sein Inneres nicht abhängig von Dingen, Begebenheiten, Gefühlen und Bedürfnissen sein, damit er immer angemessen handeln kann.

Funakoshi sagt: „So wie die blanke Oberfläche eines Spiegels alles wiedergibt, was vor ihm steht, und wie ein stilles Tal selbst den schwächsten Laut weiterträgt, soll der Karateschüler sein Inneres leer machen von Selbstsucht und Boshaftigkeit, um in allem, was ihm begegnen könnte, angemessen zu handeln“ .

Sehr wichtig ist auch, dass ein Karateka alles tun muss um einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, doch kommt es trotzdem zu einem Kampf, soll er alles geben. Der Karatelehrer, Sensei, ist das Vorbild seiner Schüler. Er hilft ihnen in das Wesen des Karate-Do einzudringen.

Die 20 Regeln des Gichin Funakoshi

 

Den besten Einblick in die Grundprinzipien des Karate-Do vermitteln die zwanzig Verhaltensregeln,
welche Funakoshi aufstellte und seinen Schülern riet sie zu befolgen:

1.

Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt

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2.

Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.

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3.

Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.

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4.

Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.

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5.

Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.

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6.

Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.

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7.

Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.

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8.

Karate ist nicht nur im Dojo.

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9.

Karate üben heißt, ein Leben lang arbeiten. Darin gibt es keine Grenzen.

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10.

Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.

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11.

Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.

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12.

Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.

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13.

Wandle dich abhängig vom Gegner.

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14.

Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.

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15.

Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.

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16.

Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor.

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17.

Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewege man sich natürlich.

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18.

Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.

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19.

Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.

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20.

Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.

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